Krieg im Nahen Osten: Jackie Chan weint um die Kinder in Gaza

Krieg im Nahen Osten: Jackie Chan weint um die Kinder in Gaza

2. März 2026 Aus Von Thorsten Boose

Während einer Filmpremiere in Peking am 28. Dezember 2025 überkommen Jackie Chan die Gefühle. Eine Publikumsfrage bringt ihn zum Nachdenken. „Altwerden ist ein Privileg“, sagte der 71-Jährige und erzählte, wie ein Video eines Kindes aus dem zerbombten Gaza ihn zum Weinen brachte.

Es ist knapp über zwei Monate her, dass der bekannte Schauspieler Jackie Chan während einer Premiere seines neuen Films „Unexpected Family“ in Peking seine Wahrnehmung über das Leid im Gazastreifen mit dem Publikum teilte. Durch die aktuellen Angriffe ab dem 28. Februar 2026 im Iran, den Gegenschlag auf Israel und die Reisewarnungen für Bahrain, Irak, Libanon, Jordanien und viele mehr kocht die Thematik der endlosen Kriege wieder auf. Gerade im Hinblick auf eine zerstörte Mädchenschule im Südiran, der Medienberichten zufolge über 148 Kinder zum Opfer fielen.

Jackie Chan, der seit 1987 mit seiner Jackie Chan Charitable Foundation (JCCF) und seit 2004 mit The Dragon’s Heart Foundation in unzähligen Wohltätigkeitsprojekten Benachteiligten, Behinderten, Älteren und Kindern mit Sach- und Geldspenden sowie Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung in vielen Ländern der Welt geholfen hat, äußerte sich bereits Ende Dezember 2025 zum Leid der Kinder in Gaza.

Auf die Frage aus dem Publikum, wie sein Alter sich auf die Auswahl seiner Filmrollen auswirke, sagte der Superstar:

„Neulich habe ich ein Video gesehen. Als das Kind anfing zu reden, musste ich sofort weinen. Das KInd wurde gefragt ‚Was willst du werden, wenn du groß bist?‘ und es antwortete ‚Kinder hier werden nicht alt‘.“

Immer noch betroffen von dem schrecklichen Video, das Chan damals natürlich auch im chinesischen Social Media wahrnehmen konnte, fährt er fort, während der Kinosaal mucksmäuschenstill war.

„Wow! Mir sind direkt die Tränen gekommen. Gaza. Die Kinder von gaza… jeden Tag… [seufzen] seht ihr… Als er [das Kind] das sagte, hatte er keinen Ausdruck in seinem Gesicht. ‚Die Kinder hier werden nicht alt.‘ Wow! Meine Tränen liefen nur so herunter.“

Zum Ende kehrt er auf die Anfangsfrage zurück und erklärt:

„Darum ist Altwerden eine Art von Privileg. Also, an alle Menschen, die alt werden dürfen, Gratulation.“

Diese Aufnahmen von Jackie Chan gingen um die Welt. Viele posteten Beiträge als Beweis für seine Solidarität mit Palästina, manch andere kritisierten ihn genau dafür. Jene extreme Diskussionsfront zeigt, in welchem Zustand sich die Weltbevölkerung befindet. Dabei wies Chan lediglich auf das Leid der Kinder hin, ohne politisch Stellung zu nehmen.

Jackie Chan ist nicht der erste und einzige berühmte Star, der öffentlich solche Gräueltaten anspricht. Zuletzt machte ein öffentlicher Brief an die Berlinale im Februar 2026 Schlagzeilen. Über 80 Künstler unterzeichneten den Schrieb, der den Umgang mit dem Thema Palästina während der Filmfestspiele in Berlin kritisiert, darunter Tilda Swinton und Javier Bardem.

In „Unexpected Family“ spielt Jackie Chan einen älteren Mann, der an Alzheimer leidet und einen Fremden für seinen verstorbenen Sohn hält. Seine Nachbarn entscheiden sich dafür, ihn in dem Glauben zu lassen, um ihn nicht aufzuregen, was in mehreren herzzereißenden Situationen endet.