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Filmlogos und deren Bedeutung: Jackie Chans Filmfirmen und deren Intros von 1980 bis heute

Im zarten Alter von 26 Jahren gründete Jackie Chan seine erste eigene Filmproduktionsfirma. Erfolgreich war sie nicht, doch sie legte den Grundstein für das, was Fans heute weltweit als »The road to Chan« kennen. Als Filmemacher übte er immer mehr Kontrolle über seine Projekte aus und arbeitete mit den Großen aus Hongkong und China zusammen – bis heute.

Filmlogos und deren Bedeutung: Jackie Chans Filmfirmen und deren Intros von 1980 bis heute

Authority Films Ltd.

Als Jackie Chan im Laufe des Jahres 1979 seinen Vertrag bei der Lo Wei Motion Picture Co. auflöste und zu Golden Harvest wechselte – in früheren Artikeln behandle ich diese Umstände detaillierter –, wurde zeitgleich aus dem Nichts heraus eine Tochtergesellschaft namens Authority Films Ltd. gegründet. Ihr CEO war Jackie Chan.

Die Hintergründe sind nicht bekannt, aber es lässt sich folgendes vermuten: Golden Harvest zahlte eine unbekannte, aber horrende Ablösesumme für seinen neuen Star Jackie Chan und wollte aus dem Invest natürlich Profit schlagen. Da Jackies geplante Filme viel Zeit erforderten, Golden Harvest aber quantitativ die Schrauben anziehen wollte, sollten mehr Filme die Handschrift Jackie Chans tragen und Geld an den Kinokassen einspielen.

Ob das der genaue Plan war, kann man heute nur schlussfolgern. Letztendlich ging er aber nicht auf. Authority Films Ltd. produzierte in den (rechtlichen) Wirren um Jackie Chan zwischen 1980 und 1982 nur drei Filme: »Read Lips«, eine zeitgenössische Action-Komödie mit Frankie Chan, »The Gold Hunters«, eine Action-Komödie im Stil der alten Eastern von und mit Fung Hak-On, sowie »Dragon Lord«, dem zweiten großen Blockbuster-Film von und mit Jackie Chan für die Muttergesellschaft Golden Harvest.

Manche Quellen geben einen genauen Zeitraum der Aktivitäten von Authority Films Ltd. ohne Quellenangabe an: 15.09.1980 bis 13.02.1982. Diese Daten stellen den Starttermin des ersten produzierten Films sowie das Kinoaustrittsdatum des letzten produzierten Films dar. Tatsächlich bestand die Firma auf dem Papier aber bis 1985 (später dazu mehr).

Authority Films Ltd. (拳威影片有限公司)

Ins Deutsche übersetzte Spitznamen: Die Faust aus der Hölle, Der Schlag des Verderbens, Albtraum auf der Authority Street (als Anspielung auf »Nightmare On Elm Street«)

Logo/Intro: Auf einem schwarzen Hintergrund blitzt ein Lichtstrahl, der durch ein Prisma zu scheinen mag, auf; Strahlen in alle Himmelsrichtungen, ausgehend aus der Bildschirmmitte. Eine orange-gelbe rechte Faust erscheint in der Mitte des Bildschirms klein, um sie herum mehrere Konturen als pulsierende Farbstrahlen in blau, rot und grün (von innen nach außen). Die Faust kommt näher, bis sie den ganzen Bildschirm in Orange-gelb hüllt, dann einen Bruchteil ganz weiß und wieder schwarz. Aus dem schwarzen Hintergrund durchschlägt die Faust, nun detaillierter gezeichnet und in einem beigen Farbton, eine imaginäre Leinwand, deren Fetzen um die Faust herum hängen. Der Schriftzug 拳威影片有限公司 erscheint in rot darunter und in einem Türkis darunter wiederum in Großbuchstaben AUTHORITY FILMS LTD., beides auf der Y-Achse gemittelt.

Musik/Soundeffekte: Eine klassische Eastern-Fanfare beginnt dramatisch, die in der Lautstärke intensiver wird, je näher die Faust kommt. Der Faustschlag wird mit einem klassischen Eastern-Punch-Sound untermalt und eine männliche Stimme schreit »Hoah!« (nicht Jackie Chan, vermutlich aber seine damalige kantonesische Synchronstimme). Ein Geräusch eines zerreißendes Blatt Papiers erscheint beim Zerschlagen des schwarzen Hintergrunds und ein blitzartiges »Swoosh«-Geräusch beendet das Intro.

Verbreitung: Das Intro wurde nur zweimal eingesetzt, bei »Read Lips« (1980) und bei »The Gold Hunters« (1981). »Dragon Lord« kommt ohne das Intro aus und wurde als großer Golden-Harvest-Blockbuster vermarktet.

Variationen: keine

 

Golden Way Films Ltd.

Man kann nur mutmaßen, warum Authority Films Ltd. nach »Dragon Lord« nicht weiter aktiv war. Denn bereits Ende 1983 stand mit »Project A« Jackies nächster großer Blockbuster für Golden Harvest an. Hier war die zuständige Filmfirma aber nicht mehr Jackies erste, eigene Tochtergesellschaft seines Arbeitgebers, sondern Paragon Films Ltd., die seit 1971 Projekte für große Filmstudios realisierte. Vielleicht war Jackies Vorhaben zu groß für seine »kleine« Firma.

Dasselbe Prozedere war auch bei »Winners & Sinners« und »Wheels On Meals« der Fall. Zwischendurch drehte Jackie Chan auch Filme in den USA, war aber von den Erfahrungen so frustriert, dass er zurück in Hongkong an »Police Story« arbeitete, was sein Meisterwerk werden sollte.

Nicht nur, dass er sich hier kreativ neu erfand, auch geschäftlich gab es Veränderungen. Das Konzept von Authority Films Ltd. war überholt, Kung-Fu-Filme aus der Ching-Dynastie veraltet. Und so wurde die Firma umstrukturiert und als Marke neu ausgerichtet – es entstand Golden Way Films Ltd., mit dem bekannten Ziel mehr Filme der neuen Jackie-Chan-Art in diversen Genres zu produzieren, mit und ohne Jackie Chan vor der Kamera.

Golden Way Films Ltd. wollte offensichtlich nach außen eine engere Beziehung zu Golden Harvest eingehen; das Publikum sollte das erfahren. Ein ganzes Jahrzehnt, von 1985 bis 1995, produzierte Jackies zweite Filmfirma neben unterhaltsamen Action-Komödien auch immer mal wieder künstlerische Dramen und gewann in beiden Bereichen haufenweise Preise. Der »goldene Weg«, die »Road to Chan«, führte Jackie in eine Welt des seriösen Filmemachens.

Golden Way Films Ltd. (威禾電影製作有限公司)

Ins Deutsche übersetzte Spitznamen: Das GW, Die Straße zum Chan, Der Golden Harvest Stern (hier »Stern« als »Star« wie »Filmstar«)

Logo/Intro: Auf einem schwarzen Hintergrund zoomt langsam ein orange-farbenes Logo von Golden Harvest hinein. Darum und dazwischen dreht sich ein Globus, dessen Längen- und Breitengrade in grün und die Konturen der Kontinente in blau erscheinen, seinen Platz hinter dem Golden-Harvest-Logo findend. Dazwischen blitzen an einigen Eckpunkten immer mal wieder weiße Lichter auf. Aus der Mitte des Bildschirms erscheint ein orange-farbener Stern mit vier Ecken, der immer größer wird, bis er den gesamten Bildschirm einhüllt. Danach tritt der Stern zurück in die Bildschirmmitte, dreht sich einmal rechts herum, sodass man erkennt, dass er flach ist. Er dreht sich weiter und entwickelt sich zum Logo von Golden Way, einem stilisierten G und W, das dem G entspringt. Während dieser Animation erkennt man unter dem Logo eine orange-farbene Straße, die der Betrachter hinunterzugehen scheint; der Horizont strahlt in einem tiefblauen Verlauf zu schwarz und dort, wo sich Straße und Horizont treffen pulsiert weiß ein kleiner Punkt. Sobald sich das GW geformt hat, blitzt es einmal kurz auf, die Straße verschwindet und die Schriftzüge GOLDEN WAY FILMS LTD. in Großbuchstaben und darunter 威禾電影製作有限公司 erscheinen auf der Y-Achse gemittelt, leicht kleiner werdend und zum Stehen kommend und noch einmal kurz aufblitzend.

Musik/Soundeffekte: Hier gibt es bereits zwei Variationen: In der ersten Variante beginnt das Intro mit einem leichten »Swoosh«-Geräusch. Es setzte eine Synthesizer-Musik ein, typisch für die 80er Jahre, die vereinzelte Drums, etwas Bass und eine ansteigende, erhabene Melodie erzeugt.

Verbreitung: Diese erste Variante wurde nur bei »Police Story« (1985) verwendet.

Variante 2: Diese ist in Sachen Animation exakt zur ersten Variante, unterscheidet sich aber leicht in der Musik, die hier weniger epochal, sondern dezenter wirkt.

Variante 3: Tatsächlich gibt es noch eine inoffizielle dritte Variante dieses Intros. Verwendet wurde es nur bei Golden-Way-Produktionen, die Jackie Chan NICHT im Film zeigen, er also nur als Produzent auftritt. Diese Variante beinhaltet dieselbe Audiospur wie Variante 2, auch die Animation ist gleich, unterscheidet sich hier aber darin, dass der Horizont blau anstatt schwarz ist. Dies könnte sich technisch mit einer geringeren Qualität erklären, aber tatsächlich kommt dieses Intro nur bei Produktionen ohne Jackie vor der Kamera vor. Auch ist die Schrift eher gelb anstatt orange.

 

JCE Movies Limited

Nach dem Tod von Mitgründer Leonard Ho im Frühjahr 1998 wurde Golden Harvest stark umstrukturiert. Auf lange Sicht wollte das Studio andere Strategien am Markt verfolgen, sodass sich nach fast 30 Jahren der engen Zusammenarbeit Jackie Chans mit Golden Harvest ihre Wege trennten. Abzusehen war das wohl schon 1995, weshalb ab hier Golden Way Films Ltd. nicht mehr tätig wurde – längere Zeit produzierte Jackie Fremdfilme so nur unter seinem Namen.

In einer mehrere Jahre andauernden Übergangsphase arbeitete Jackie dann öfter mit anderen Filmstudios zusammen, die am Erfolg von Pionieren wie den Shaw Brothers und Golden Harvest anknüpften, um internationale Märkte zu erschließen. Darunter war die Media Asia Group und Emperor Motion Pictures.

Nach einigen Testprojekten und einem weiteren Abstecher nach Hollywood ab 1998 entschloss sich Jackie Chan mit der 2000 gegründeten, jungen Firma Emperor Motion Pictures und seinem Geschäftspartner Albert Yeung eine Kooperation einzugehen und gründete eine neue Produktionstochtergesellschaft namens JCE Movies Limited, die wiederum ein ganzes Jahrzehnt, von 2003 bis 2013, für vielfältige Filme sorgte.

Tatsächlich wurde die neu gegründete Firma in den ersten Projekten nur namentlich ohne Logo in den Credits erwähnt. Die Ausnahme waren dann ein Teaser-Trailer zu »New Police Story« (2004) und der Beginn von »Enter The Phoenix« (2004), wie oben zu sehen. Dass man so wenig wert auf das Aussehen eines neu gegründeten Unternehmens zu legen schien, mag seltsam sein und nicht zum seriösen Auftreten der Muttergesellschaft mit ihrer edlen Corporate Identity passen.

Das Intro ist nicht animiert und enthält keinen Ton. Ziemlich öde. Deshalb wurde ein Jahr später dieses Logo kreiert:

JCE Movies Limited (成龍英皇影業有限公司)

Bedeutung: Das JCE steht für Jackie Chan Emperor als Bezug zur Muttergesellschaft; ähnlich wie damals mit Golden Way und Golden Harvest.

Logo/Intro: Prismaähnliche Lichtstrahlen streifen in allen Farben quer über den Bildschirm, leicht gebogen, erkennbar einem sanften Muster folgend. Aus der Mitte dreht sich das JCE-Logo mit Jackie als Silhoutte auf einem Kamerawagen sitzend. Das Ikon färbt sich weiß, dann gelb, dann grün. Die Buchstaben für JCE MOVIES LIMITED formen links neben dem Ikon den ersten, die chinesischen Zeichen 成龍英皇影業有限公司 rechts neben dem Ikon den zweiten Schriftzug in weiß.

Musik/Soundeffekte: stumm

Verbreitung: Von 2005 bis 2008.

 

Jackie & JJ Productions Ltd

Nach zehn Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen JCE Movies Limited und Emperor Motion Pictures, sah sich Jackie Chan vor großen Veränderungen stehen. Bereits während dieser Phase zog es Jackie immer mehr zum Festland Chinas hin, wo die Wirtschaft und somit auch der Filmmarkt boomte. Hingegen war in Hongkong für ihn nicht mehr viel zu holen, vor allem mangelte es an Nachwuchskräften in der Branche, und die Zuschauer hatten quasi schon jeden Winkel der kleinen Millionenmetropole Hongkong gesehen. Es war also Zeit, größer zu denken.

Die Firma Jackie & JJ Productions Ltd entstand nach dem Weggang Willie Chans, seines Managers, aus der JC Group. Die JC Group war ein Verbund zum Promoten der Marke Jackie Chan und dem Vertreten seiner Rechte in allen Belangen. Willie Chan übergab die geschäftliche Leitung der JC Group 2009 an Jackies Frau Joan Lin Feng-Chiao, die zusammen mit ihrem Mann Jackie Chan und deren gemeinsamen Sohn Jaycee Chan das neue unabhängige Familienunternehmen mit Sitz in China gründeten.

Das Ziel dieser Firma unterschied sich strategisch von dem der JCE Movies Limited, die in Hongkong noch kurze Zeit agierte und überwiegend für den Hongkonger Markt produzierte und von dort ihre Geschäfte führte (durch die Rückgliederung Hongkongs an China 1997 gab es das System »Ein Land, zwei Systeme«, das Hongkong weiterhin autonomer agieren ließ). Jackie & JJ Productions Ltd hatte nun aber das chinesische System hinter sich, ein Milliardenpublikum in Mandarin und lockere Exportregelungen vor ihren Augen. So sollten große chinesische Eigen- und Ko-Produktionen mit anderen einflussreichen Studios weltweit produziert werden, darunter auch wieder mit dem ehemaligen Geschäftspartner Emperor Motion Pictures.

Auch hier wurde anfänglich ein simples, schon von der JC Group bekanntes Logo verwendet, welches aber nur zu Beginn von »1911« (2011) zu sehen ist. Davor wurde Jackie & JJ Productions Ltd wie schon JCE Movies Limited nur textlich in Credits erwähnt. Hier wird das Logo einfach auf einem pastellfarbenen Hintergrund ein- und kurz danach der Bildschirm in schwarz ausgeblendet.

Da das Jackie-Logo im Feuerring schon seit vielen Jahren anderweitig benutzt wurde – alles nachzulesen in meinem Artikel »Die Marke Jackie Chan: Sein Logo erklärt die Corporate Identity hinter einem cleveren Design.« (hier klicken) –, war es nur logisch, dies nun auch endlich für das eigene Familienunternehmen in der Filmbranche zu verwenden.

So entstand dieses moderne Intro:

Jackie & JJ Productions Ltd (成龍影業有限公司)

Bedeutung: Jackies Name dient hier natürlich als Zugpferd, gefolgt von den Anfangsbuchstaben der Namen seiner Frau Joan und seines Sohnes Jaycee. Die Übersetzung des chinesischen Namens bedeutet eigentlich nur so viel wie »Jackie Chan Filmfirma«.

Logo/Intro: Hier gibt es zwei Varianten. In Variante eins kreist ein goldener Drache gemütich in einem schwarzen Bild, bis er, sich schließlich im Uhrzeigersinn drehend, den Feuerring des Logos bildet. Während der Transformation fliegt von links oben eine goldene Taube ins Bild und formt einen Teil des chinesischen Schriftzeichens »Lung« (龍), welches nun aus kleinen Flammen und dem sich selbst einblendenden Schriftzug »Jackie« entsteht. Während darunter die Schriftzüge 成龍影業有限公司 und darunter wiederum JACKIE & JJ PRODUCTIONS LTD in Großbuchstaben in Gold erscheinen und langsam kleiner werden, bis sie ihren Platz unter dem Logo gefunden haben, bwegt sich das ganze Logo leicht nach hinten und der Feuerring kippt nach vorne um das »Lung« weg. Der gesamte Bildschirm blendet verschwommen aus. Der gesamte Schriftzug ist tatsächlich etwas schief!

Musik/Soundeffekte: Eine dezente Hintergrundmusik, die an ein Kriegsstück aus einer Chinesischen Oper erinnert, blendet ein, während der Drache seine Kreise zieht. Das Geräusch schlagender Stöcke beschleunigt sich, bis mit einem Paukenschlag eine besser hörbare Musik im Vordergrund erscheint: sanfte Streicher und ein kleines Klavierstück. Auch der Ton wird langsam ausgeblendet.

Verbreitung: Dieses erste Logo wurde nur bei »Chinese Zodiac« (2012) verwendet.

Alternatives Intro: Ein Jahr später wurde das Intro optisch ein wenig angepasst. Dem Drachen wurden mehr Details und Glanz verliehen, hier und da funkeln kleine farbige Lichtblitze, was dem Intro mehr Tiefe verleiht. Alles in allem wirkt der Drache nicht so lethargisch wie zuvor, eher kraftvoller und entschlossener. Seine Entschlossenheit wird mit der Tatsache bekräftigt, dass er sich nach dem ersten Erscheinen im Bildschirm einmal kurz aufrichtet, um dann zielgerichtet weiterzufliegen. Beim Aufrichten hört man an dieser Selle ein »Roahr!«. Auch die Taube und der Feuerring sind detailgetreuer animiert und das Kreisen des Drachens im Feuerring ist intensiver. Hier wurde auch der Schriftzug begradigt. Es scheint, als wäre das erste animierte Logo noch im Entwicklungsstadium gewesen und hier endlich fertig gerendert.

Verbreitung des alternativen Intros: Tatsächlich wurde diese Alternative aber auch nur einmal verwendet, nämlich in »Police Story 2013«.

 

Sparkle Roll Media

Mit den ersten Produktionen der Jackie & JJ Productions Ltd, die auch bei ein paar wenigen Filmen aus Hongkong als reiner Verleiher auftritt, traten Interessenten und neue Geschäftsleute aus China an Jackie Chan heran. Um mehr Kontrolle über das Vermarkten seiner eigenen Filme zu haben und um Nachwuchstalente zu casten und ihnen eine Plattform für deren Filme zu bieten, gründete Jackie 2010 die Kinokette Jackie Chan Cinema (耀莱国际影城).

Jackie merkte zudem, dass, wenn er sich auf seine kreative Arbeit seiner Filme konzentrieren wolle, er einen starken Partner an seiner Seite brauchte, der sich um nationalen und internationalen Vertrieb kümmern konnte. Da kam ihm eine Idee und er verhandelte mit seinem bekannten Geschäftspartner seiner eigenen Kinokette.

2014/15 schlossen sich also er und die Sparkle Roll Group, eine Hongkonger Firma mit guten Beziehungen zum Festland Chinas und in die Welt, die mit Luxusgütern Handel betreibt, zusammen und gründeten die Produktionsfirma Sparkle Roll Media mit Sitz in Peking. Jackie konnte so auf einflussreiche Kontakte zugreifen und die Sparkle Roll Group erweiterte ihren Geschäftszweig in der Filmbranche neben den Kinos nun auch in der Produktion von Filmen.

Tatsächlich wurde für die neue Firma das bestehende neue Intro der Jackie & JJ Productions Ltd verwendet und nur der darunterliegende Schriftzug geändert. Dort steht seitdem 耀萊影視 und darunter SPARKLE ROLL MEDIA.

Sparkle Roll Media (耀萊影視文化傳媒有限公司)

Bedeutung: Die Übersetzung des chinesischen Namens bedeutet eigentlich »Yaolai Film- und Fernsehkultur & Medien Co. Ltd«.

Logo/Intro: Hier gibt es wiederum zwei Varianten. Variante eins ist die Alternativfassung des Intros der Jackie & JJ Productions Ltd, nur dass hier die Schriftzüge 耀萊影視 und darunter SPARKLE ROLL MEDIA stehen.

Musik/Soundeffekte: Das Sparkle-Roll-Media-Logo unterscheidet sich akustisch von seinem Vorgänger. Hier fällt die Melodie komplett weg und die im Hintergrund befindlichen Soldatenstimmen sind auch nicht mehr zu hören. Alles in allem ist dieses Logo-Intro viel cleaner als die Basis aus Zeiten der Jackie & JJ Productions Ltd.

Verbreitung: normal

Alternatives Intro: Eine Besonderheit gibt es beim Intro für den Film »The Foreigner« (2017). Wenn man genau hinschaut unterscheidet sich das Logo nur in einem Punkt: Der bekannte Schriftzug »Jackie« im chinesischen Zeichen »Lung« ist nicht mehr zu lesen. Stattdessen Wirkt das ganze Schriftzeichen eher seltsam gräulich aufgesetzt. Warum es gerade für diese erfolgreiche internationale Ko-Produktion eine Sonderform gibt, ist nicht bekannt.

Text © Thorsten Boose

Letzte Änderung dieser Seite: 27.03.2020 11:04 Uhr

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Über den Autor

Thorsten BooseJackie Chans Filme und das Hongkong-Kino allgemein haben mich früh geprägt. Heute verbinde ich meine Leidenschaft zum Film mit dem Beruflichen, indem ich über die Hongkong-Filmlegende schreibe. Dabei habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, rund um Jackie Chan als Experte und Historiker für deutschsprachige Fans für Aufklärung zu sorgen.

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Thorsten Boose (*1986), Jackie-Chan-Filmexperte und Autor mehrerer Bücher über die Hongkong-Filmlegende.

Seit 2008 bin ich schriftstellerisch aktiv. Schon vor und während meines Designstudiums habe ich mich mit den unterschiedlichsten Textarten freiberuflich auseinandergesetzt. Seitdem übernehme ich Auftragsarbeiten aus allen Bereichen der Text- und Konzeptionsarbeit. Neben bisher über 50 Publikationen in unterschiedlichen Themenbereichen arbeite ich zudem kontinuierlich an eigenen Büchern, eBooks und Theaterstücken.

Als Ausgleich zur zeitfressenden, aber spannenden Arbeit als Jackie-Chan-Filmexperte und Historiker widme ich mich auch der Kampfkunst. Neben Kickboxen betreibe ich auch Wing Chun und verinnerliche die Lehren von Bruce Lees Jeet Kune Do. Wie Jackie Chan in seinen Filmen gehe ich so aus Leidenschaft meinem eigenen Stil nach.

© 2008-2020 | Thorsten Boose | Autor & Jackie-Chan-Experte ImpressumGeschäftlicher Kontakt

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