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Bollywood-Remakes von beliebten Jackie-Chan-Filmen

Ja, es gibt sie. Remakes von beliebten Jackie-Chan-Filmen. Die indischen Fans lieben Jackie Chan und seine Filme seit den 1980er Jahren. Doch erst 2005 gelang es Jackie, mit »The Myth« erstmals in Indien zu drehen. 2017 kehrte er mit »Kung Fu Yoga« zurück. Heute blicken wir auf ein paar Beispiele aus dem Bollywood-Kino zurück, die von Jackie Chan inspiriert wurden.

Im bereits erwähnten Film »The Myth« (2005) führt Jackies Reise ihn nach Indien. Neben tollen Landschaftsaufnahmen gibt es auch einen Kampf gegen einen alten indischen Militärkampfstil. »The Myth« hat nicht nur die indischen Fans beeindruckt, sondern auch einige Filmemacher.

In dem südindischen Abenteuer-Film »Magadheera« (2009) wird das in der indischen Kultur tief verwurzelte Thema der Reinkarnation behandelt. Dies ist auch Thema von »The Myth«, und so weist die Anfangsszene deutliche Parallelen zum Chan-Vorgänger auf.

Gehen wir ein paar weitere Jahre zurück, finden wir den Film »Khiladi 420« (2000). Diese Bollywood-Produktion scheiterte zwar kläglich an den Kinokassen, bleibt aber trotzdem ein Teil der lange Zeit sehr beliebten Khiladi-Reihe der 1990er Jahre. Im vorletzten Film der Reihe – 2012 gab es einen Reboot-Versuch – beobachtet man Hauptdarsteller Akshay Kumar bei einem halsbrecherischen Stunt, der ähnlich von Jackie Chan 1986 in »Armour Of God« begangen wurde.

Und noch ein paar Jahre zurück befinden wir uns im Bollywood von 1999. Der hierzulande wohl bekannteste indische Schauspieler Shah Rukh Khan, der als Stuntman seine Karriere begann und in seinen Filmen selbst oft zum realen Actionstar mutiert, stellt in der Action-Komödie »Baadshah« einige Szenen gleich zweier Jackie-Chan-Filme dar.

Der erste Film ist »Mr. Nice Guy« (1997). Hier schlängelt sich Shah Rukh Khan durch ein Labyrinth von Baustellentüren, um dann beinahe hängen gelassen zu werden … Eine zweite Szene aus demselben Film zahlt Tribut an Jackies Einfallsreichtum, wenn es darum geht, mal nicht zu kämpfen, sondern sich zu verstecken.

Im selben indischen Film »Baadshah« werden aber auch viele Anspielungen auf »Rush Hour« (1998) gemacht. Streng genommen ist Shah Rukh Khans Figur um Film eine Mischung aus den Charakteren Lees (Jackie Chan) und Carters (Chris Tucker) aus dem ersten »Rush Hour«-Film. Das finale beider sehr erfolgreicher Kinostreifen ist spannend und witzig zugleich.

Weitere indische Remakes von Jackie-Chan-Filmen gibt es en masse, wenn auch manchmal nur einzelne Szenen, Gags oder Stunts kopiert werden. Ein beliebter Bollywood-STreifen von 2008 ist »Singh Is Kinng«, der tatsächlich ein Remake von Jackie Chans »Twin Dragons« (1992) darstellt.

Gerade Jackies epischer Kunstfilm im 30er-Jahre-Stil »Twin Dragons« hat es den Indern angetan. Erstmals wurde er schon 1994 als »Hello Brother« im indischen Stil neu aufgelegt. 1997 folgte dann »Cheluva«, der quasi eine 1:1-Kopie von »Judwaa« aus demselben Jahr ist – beide basieren auf »Hello Brother« bzw. »Twin Dragons«.

2017 gab es sogar eine Fortsetzung. »Judwaa 2« basiert ebenfalls auf Jackie Chans Klassiker »Twin Dragons« (1992).

Danke an Anu Singh vom Indischen Jackie Chan Fan Club für ihre Hilfe, die besagten Filme ausfindig zu machen!

Text © Thorsten Boose

Letzte Änderung dieser Seite: 09.05.2019 13:05 Uhr

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Über den Autor

Thorsten BooseJackie Chans Filme und das Hongkong-Kino allgemein haben mich früh geprägt. Heute verbinde ich meine Leidenschaft zum Film mit dem Beruflichen, indem ich über die Hongkong-Filmlegende schreibe. Dabei habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, rund um Jackie Chan als Experte und Historiker für deutschsprachige Fans für Aufklärung zu sorgen.

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Thorsten Boose (*1986), Jackie-Chan-Filmexperte und Autor mehrerer Bücher über die Hongkong-Filmlegende.

Seit 2008 bin ich schriftstellerisch aktiv. Schon vor und während meines Designstudiums habe ich mich mit den unterschiedlichsten Textarten freiberuflich auseinandergesetzt. Seitdem übernehme ich Auftragsarbeiten aus allen Bereichen der Text- und Konzeptionsarbeit. Neben bisher über 50 Publikationen in unterschiedlichen Themenbereichen arbeite ich zudem kontinuierlich an eigenen Büchern, eBooks und Theaterstücken.

Als Ausgleich zur zeitfressenden, aber spannenden Arbeit als Jackie-Chan-Filmexperte und Historiker widme ich mich auch der Kampfkunst. Neben Kickboxen betreibe ich auch Wing Chun und verinnerliche die Lehren von Bruce Lees Jeet Kune Do. Wie Jackie Chan in seinen Filmen gehe ich so aus Leidenschaft meinem eigenen Stil nach.

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